Akzeptiert sind Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz mit Filter, Teebeutel ohne Kunststoff, zerkleinerte Eierschalen, Brotkrumen, Schnittblumen. Meide Fleisch, Fisch, stark Fettiges und glänzend bedrucktes Papier. Klein schneiden beschleunigt alles, deckendes Strukturmaterial verhindert Gerüche und hält die Balance zwischen Feuchte, Luft, Energie und Nährstoffen.
Braunes Material wie Laub, Karton, Holzhäcksel liefert Kohlenstoff; Küchenreste bringen Stickstoff. Ein Verhältnis um etwa drei Teile „Braun“ zu einem Teil „Grün“ vermeidet Gerüche und sorgt für Wärmeentwicklung. Notiere Mengen, mische gründlich, halte Textur locker, und überprüfe regelmäßig, ob sich der Haufen federnd anfühlt.
Regelmäßiges Umsetzen bringt Sauerstoff ein und beschleunigt die thermophile Phase. Bei 55 bis 65 Grad werden Samen und viele Krankheitserreger inaktiv. Geduld lohnt sich: Reife Komposterde riecht nach Wald, fühlt sich krümelig an und belebt Töpfe, Beete sowie Topfsubstrate dauerhaft und spürbar.
Lege täglich einen fixen Zeitpunkt fest, leere die Sammelbox, schichte etwas „Braunes“ nach, notiere Beobachtungen. Nach einer Woche wirkt alles selbstverständlich. Die kontinuierliche, kleine Pflege verhindert Probleme, spart Zeit, macht stolz und lässt dich jede Portion Küchenreste als Investition in die Zukunft sehen.
Baue einfache Experimente ein: Temperatur messen, Feuchte testen, Keimversuche durchführen. Erkläre, warum Würmer Freunde sind, wie Mikroben arbeiten und was Pflanzen wirklich brauchen. So entsteht Verantwortungsgefühl, Begeisterung und ein natürlicher Blick auf Kreisläufe, der lange bleibt und weit über den Garten hinauswirkt.
Dokumentiere Gewicht, Volumenreduktion und Reifezeit, poste Vorher‑Nachher‑Bilder und erzähle, was du gelernt hast. Bitte um Tipps, inspiriere Nachbarinnen und Nachbarn, vernetze dich lokal. Abonniere unseren Newsletter, sende Fragen und schlage Ideen für kommende Experimente vor, damit alle gemeinsam schneller lernen.